Bibliothek Kloster Knechtsteden

Die Bibliothek der Spiritaner ist eine nichtöffentliche Privatbibliothek.


In den letzten Jahren wurde der Bestand 'durchforstet', der historische Altbestand abgesondert und katalogisiert und getrennt davon eine Hausbibliothek sowie einige Sondersammlungen eingerichtet.


Die Räumlichkeiten der Bibliothek wurden renoviert und präsentieren nun den historischen Buchbestand.


Im besonderen Ambiente der historischen Bibliothek finden nun bestimmte Veranstaltungen und Konzerte statt.

Bibliothek Knechtsteden

So große Bibliotheken wie im „Namen der Rose“ gab es in wirklichen Klöstern kaum. In Knechtsteden wurden die Handschriften der geistlichen Texte in einem kleinen Raum der nördlichen Turmkammer der Klosterkirche verwahrt. Als nach der Erfindung des Buchdrucks die Zahl der Bücher rasch wuchs, richtete die Abtei um 1700 einen Bibliothekssaal im neuen Westbau des Klosters ein. Vor der Besetzung durch die französischen Revolutionsgruppen 1794 rettete Abt Hendel einen Teil des Bestandes nach Westfalen. Diese Bücher wurden nach dem Testament der letzten Knechtstedener Prämonstratenser Anfang des 20. Jahrhunderts an das von den Spiritanern 1895 wiederaufgebaute Knechtsteden zurückgegeben. Auch verschiedene von Bewohnern der Umgebung verwahrte Bücher fanden über den Pfarrer von Straberg einen Weg zurück.


Die Spiritaner bauten ab 1922 für ihr neues Missionspriesterseminar eine theologische Bibliothek, eine missionswissenschaftliche Sammlung sowie eine Brüderbibliothek auf. Infolge der Beschlagnahme des Hauses durch den NS-Unrechtsstaat im Mai 1941 sowie der weiteren Kriegsereignisse wurde die Bibliothek mehrfach dezimiert.


Nach der Schließung der Ordenshochschule und langer Verwaistheit der Bibliothek, nach der undokumentierten Einbringung von Erbschaften und Schenkungen sowie der Bestände aufgelöster Tochterhäuser war die Bibliothek zu Ende des 20. Jahrhunderts unbenutzbar geworden. In einem dreijährigen Prozess wurde die Sammlung durchforstet, der historische Altbestand abgesondert und katalogisiert und getrennt davon eine Hausbibliothek sowie einige Sondersammlungen eingerichtet.


Das älteste Buch in der historischen Sammlung ist Augustinus` "De civitate Dei" in der Baseler Ausgabe von 1490.


Sammlungen und Depot sind auf mehrere Räume aufgeteilt.

Einsicht und Nutzung


Die Bibliothek der Spiritaner ist eine nichtöffentliche Privatbibliothek, sie hat die Sigel-Nr. 12 in der Arbeitsgemeinschaft katholisch-theologischer Bibliotheken. Zugang für Externe ist nur über den Rector Ecclesiae (P. Reetz) oder den Bibliothekar möglich. Kontakt zu beiden über die Pforte oder brieflich bzw. via mail (s.u.).


Bei Nachweis eines wissenschaftlichen Interesses kann Einsicht ermöglicht werden. Online-Zugang zu den Katalogen und Ausleihe sind sicherheitshalber nicht möglich. Die historische Bibliothek kann nach Absprache im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Am letzten Mittwoch eines jeden Monats findet der Knechtstedener Bibliotheksabend statt, die Vortragsthemen werden durch Aushang bekanntgegeben. Nach dem Vortrag gibt es „Einblicke“ in den Bestand: es werden historische Bücher vorgestellt.


Kontakt
Missionshaus der Spiritaner
- Bibliothek -
Knechtsteden 4
41540 Dormagen
Tel.: 02133/869-0
Mail: bibliothek@spiritaner.de

Detailierte Infos zur Klosterbibliothek...

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